Mitgemeint reicht nicht! – Zum Start der Kampagne #Gendern in Hamburg

Zur Kampagnen-Website

Die einen sind sich nicht sicher, die anderen wollen es gleich ganz verbieten – vor der Bundestagswahl wurde mal wieder Stimmungsmache mit dem Thema Gendern betrieben. Was die Gegner:innen des Genderns völlig vergessen: über 50% ihrer potenziellen Wähler:innen sind weiblich! Aber wenn man immer nur von Männern spricht, kann man sowas schon mal übersehen.

Ein Verbot des Genderns ignoriert die Lebensrealität von mehr als der Hälfte der Menschen in Hamburg. Es reicht eben nicht, wenn Frauen einfach nur stillschweigend mitgemeint werden! Deswegen hat der Landesfrauenrat Hamburg am 01. November die Kampagne #GendernInHamburg gestartet.

Auf der neuen Kampagnen-Website soll die gesellschaftliche Diskussion in ihrer Breite abbilden werden. Mit dabei sind Stimmen von der der 2. Bürgermeisterin von Hamburg und Senatorin für Wissenschaft, Bildung, Gleichstellung und Bezirke Katharina Fegebank bis zur Landesvorsitzenden der Frauen Union, Franziska Hoppermann. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Ein eigenes Statement (falls gewünscht mit Bild), kann jede:r auf der Website oder direkt unter dialog@landesfrauenrat-hamburg.de ganz einfach einreichen. Der Landesfrauenrat hofft auf eine breite Beteiligung.

Wer Lust hat, sich weiterzubilden, den laden wir außerdem am 15. November herzlich zu unserer Online-Veranstaltung Mitgemeint reicht nicht! Möglichkeiten und Sinn geschlechtergerechter Sprache mit Dr. Christina Maria Huber ein. Start ist um 19 Uhr.

Wenn alle angesprochen werden sollen, müssen auch alle angesprochen werden. Der erste Schritt kann dabei anstrengend sein. Wer sich um gendergerechte Sprache bemüht, muss nicht nur andere überzeugen, sondern auch immer wieder mit den „richtigen“ Formulierungen ringen.

Der interaktive Vortrag von Dr. Christina Maria Huber, Mitglied des Vorstand des Landesfrauenrat Hamburg, stellt die Frage, warum gendergerechte Sprache dennoch sinnvoll und notwendig ist und welche Wege es gibt, Sprache so zu gestalten, dass sie niemanden ausschließt und sie trotzdem nicht an Eleganz und Schönheit einbüßt.

Wichtig ist dabei: Erhobene Zeigefinger – oder gar Sprechverbote à la „Das darf man heute nicht mehr sagen!“ – bringen uns nicht weiter. Stattdessen wollen wir in einen Dialog eintreten und neue Perspektiven und Inspiration anbieten, die im Beruf und im Privatleben nützlich sind und dazu beitragen, Frauen und Männer und die Vielfalt in unserer Gesellschaft sichtbarer zu machen.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung unter dialog@landesfrauenrat-hamburg wird gebeten.

Hier finden Sie außerdem das Statement des Landesfrauenrat zu den Forderungen ach einem Verbot des Genderns sowie die Pressemitteilung zum Start der Kampagne.