Die Geschichte und Aktivitäten des Landesfrauenrates Hamburg

Der Landesfrauenrat Hamburg e.V. repräsentiert über 300.000 Hamburgerinnen…

…und bildet damit Hamburgs größte ehrenamtliche und einflussreichste Frauenlobby. Unser gemeinsames Ziel ist es, Artikel 3 des Grundgesetzes und damit die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen durchzusetzen.

Unsere bedeutsamsten Etappen

1916 gründeten Frauen den „Stadtbund Hamburgischer Frauenvereine“, um Frauen politisch zu interessieren und für die Wahrung ihrer Rechte einzustehen.
1933 löste sich der Stadtbund aufgrund der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten selbst auf.
1949 wurde die „Arbeitsgemeinschaft Hamburger Frauenorganisationen“ ins Leben gerufen.
1987 erfolgte die Umbenennung zum Landesfrauenrat Hamburg e.V..

Tätigkeitsbereiche

Die dem LFR angehörigen Frauenorganisationen engagieren sich in Kirche, Bildung, Partei, Sport, Gewerkschaft, Kultur, Berufs-, Interessen- und Wohlfahrtsverbänden. Damit kann der LFR Einfluss auf politische, soziale und kulturelle Entscheidungen nehmen und den rund 914 346 Frauen, die in Hamburg leben (Quelle: Statistikamt Nord, Stand: 31.12.2015), in den unterschiedlichsten Lebensbereichen geschlossen und tatkräftig zur Seite stehen. Um unsere Ziele auch auf überregionaler Ebene durchsetzen und uns gegenseitig unterstützen zu können, stehen wir zudem in einem engen Austausch mit den Landesfrauenräten weiterer Bundesländer.

Unsere Ziele

Gemeinsames Ziel aller Mitgliederverbände ist die Verwirklichung des Artikels 3 des Grundgesetzes. Darin ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen verankert.

Auch die Hamburger Verfassung gebietet nach Artikel 3 die Gleichstellung von Frauen und Männern. Insbesondere wirkt sie darauf hin, dass Frauen und Männer in kollegialen öffentlich-rechtlichen Beschluss- und Beratungsorganen gleichberechtigt vertreten sind.

Bis heute ist das Gender Mainstreaming in Hamburgs Politikstrategie nicht verpflichtend. Dabei wurde es bereits 1998 verbindlich für Deutschland und damit auch für die Bundesländer.

Der Landesfrauenrat Hamburg e.V. fordert diese Strategie als politische Strategie des Hamburger Senats für alle Politikbereiche. Darüber hinaus werden ein Lebenslagenbericht für Frauen in Hamburg und eine konsequente Weiterentwicklung und Umsetzung des  Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms gefordert.

Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Hamburg fordern wir daher:

  • Gender Mainstreaming als Strategie in der Hamburger Politik in allen Bereichen:
    d.h. alle Entscheidungen sind dahingehend zu hinterfragen, ob sie sich nachteilig auf ein Geschlecht auswirken
  • Gender Budgeting für den Senatshaushalt:
    d.h. alle Investitionen und Ausgaben sind im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter zu treffen. Öffentliche Mittel sollen nur noch nur noch an Betriebe gehen, die Frauen und Männer gleichberechtigt beschäftigen
  • Gender in Führungspositionen der Politik und Wirtschaft:
    d.h. der Frauenanteil in öffentlichen Gremien ist auf 50 Prozent zu erhöhen
  • Gender zur Veränderung von Rollenbildern:
    d.h. Beruf und Familie müssen vereinbar sein. Gebraucht werden ganztägige Kinderbetreuungsmöglichkeiten. In Schulen und Kitas soll eine Offensive gegen verfestigte Rollenbilder gestartet werden.
  • Gender in Hamburg:
    d.h. einen Gleichstellungsbericht über die Lebenslagen der Frauen in Hamburg und die Umsetzung des  Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms.