Es reicht schon lange! Der Landesfrauenrat zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Immer noch wird in Deutschland im Schnitt jeden dritten Tag eine Frau ermordet, weil sie eine Frau ist. Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, forderte der Landesfrauenrat Hamburg deswegen erneut ein konsequentes Vorgehen gegen geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt.

Dazu Annika Huisinga, 3. Vorsitzende und Kriminaloberkommissarin: „In den letzten Wochen konnte man in den Medien vom Fall der Vergewaltigung eines jungen Mädchens im Hamburger Stadtpark durch mindestens 9 Männer lesen. Und Deutschland hat die Istanbul Konvention immer noch nicht vollständig umgesetzt. Es reicht schon lange! Nicht nur diese Straftat zeigt wieder einmal, dass wir wirksame Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen brauchen. Das fängt damit an, dass wir patriarchale Vorstellungen von männlichen Ansprüchen auf Frauen durchbrechen müssen – hört damit aber noch lange nicht auf!“

Deshalb fordert der Landesfrauenrat Hamburg:
1. Vollständige Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, kurz Istanbul Konvention.
2. Morde an Frauen als das benennen, was sie sind! Ein Femizid ist kein Beziehungsdrama und kein Kavaliersdelikt
3. Einführung des Straftatbestands „Femizid“ und des Merkmals geschlechtsspezifische Beweggründe“ um Staatsanwaltschaft & Gerichte zu sensibilisieren.
4. Ausbau der verfügbaren Plätze in Frauenhäusern.
5. Konsequentes Vorgehen gegen Frauenhass im Netz und in den Sozialen Medien.

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben wir gemeinsam mit dem Hamburger Bündnis zum internationalen 8. März Streik dazu aufgerufen, am 25.11.2021 um 18:30 Uhr am Jungfernstieg für die Rechte von Frauen und Mädchen auf die Straße zu gehen. Für den Landesfrauenrat sprachen Savannah und Mila. Die Rede können Sie hier nachlesen.