Anregungen für die Koalitionsgespräche
In einem Brief an die Parteien vor den anstehenden Koalitionsgesprächen haben wir gleichstellungspolitische Themen auf die Agend gesetzt. Jetzt ist der Zeitpunkt, der Gleichstellung der Geschlechter ausdrückliche Priorität einzuräumen und diese mit konkreten Vorhaben abzusichern! Hamburg kann ein echtes Vorbild in Deutschland für proaktive Gleichstellungspolitik sein – dazu muss Gleichstellung in allen Arbeitsgruppen priorisiert werden. Der Brief mit allen Forderungen findet sich hier zum Download.
Austausch mit der Senatorin für Schule und Berufsbildung
Ende März waren wir in der Schulbehörde zu Gast, um uns mit der Senatorin Bekeris zum Thema geschlechtergerechte Pädagogik auszutauschen.
Es sind gezielte Maßnahmen erforderlich, die zum Beispiel die Repräsentanz von Frauen* in technischen Berufen erhöhen und Hemmschwellen senken. Dazu haben wir ein Dokument mit Empfehlungen erarbeitet, das hier heruntergeladen werden kann.
Wir waren uns mit der Senatorin einig, dass der wichtigste Ansatz zu mehr Geschlechtergerechtigkeit der konsequente Abbau von Geschlechterrollen-Vorstellungen sein muss! Als Lösung forderten wir, geschlechtersensible Pädagogik verpflichtend in der Ausbildung von Lehrkräften zu verankern und als prüfungsrelevanten Inhalt anzusehen.
Wir sind davon überzeugt, dass diskriminierungssensibel ausgebildetes Lehrpersonal nicht nur zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in Schulen führen kann, sondern auch einen positiven Effekt auf den Abbau weiterer Diskriminierungsformen und auf Demokratieförderung haben kann.
Weitere Impulse in Bezug auf Mobilität und Armutsprävention
Unsere aktive AG zum Thema Frauen*armut hat sich in einem Brief an die Schulsentatorin gewandt. Wir fordern die Berücksichtigung der Gründe für die Armut von Frauen* im Schulunterricht. Dazu gehörden Aspekte wie das Frauen*bild, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rentenzeiten und Altersarmut.
In einem Brief an den Verkehrssenator sprechen wir auf die unzureichende Räumung von Geh- und Radwegen bei Schnee und Glätte an. Zufußgehende und Radfahrende werden bei Stürzen auf Schnee und Glatteis häufiger und schwerer verletzt werden als Autofahrende auf verschneiten und glatten Fahrbahnen. Dies betrifft insbesondere Frauen*, da diese häufiger kombinierte Wege zu Fuß, per Fahrrad und ÖPNV zurücklegen, z. B. durch die Verbindung von Erwerbs- und unbezahlter Care-Arbeit.