Vereint im Angesicht gesellschaftlicher Polarisierung: Neuer Vorstand gewählt

Jahreshauptversammlung 2026

Gemäß dem Turnus von drei Jahren wurde auf der Jahreshauptversammlung des Landesfrauenrats ein neuer Vorstand gewählt. Die etablierten Vorstandsfrauen Eva Burgdorf (Evangelisches Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein), Angela Fechner (LAG Feminismus, Bündnis 90/Die Grünen), Angelika Ohse (Deutscher Ingenieurinnenbund), Jülide Sünter (SPD Frauen) und Güler Ulaş (Migrantinnen Bund Hamburg) wurden in ihrem Amt bestätigt.

Als neues Mitglied im Vorstand begrüßen wir Zara Canbay (Migrantinnen Bund Hamburg). Sie nimmt den Platz von Annika Huisinga ein, die nach neun Jahren engagierter Vorstandsarbeit auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheidet. Doris Schramm (Dolle Deerns) setzt ihre wichtige Rolle als Schatzmeisterin nahtlos fort.

 

Wir stehen geschlossen gegen gesellschaftliche Polarisierung

Der Vorstand vertritt für die nächsten drei Jahre die Interessen der 60 feministischen Mitgliedsorganisationen des Landesfrauenrats gegenüber der Politik. Im Angesicht von steigendem Antifeminismus, gesellschaftlicher Polarisierung und Kürzungen in allen Bereichen betont Vorständin Angela Fechner die Relevanz von Institutionen wie dem Landesfrauenrat: »Feministische Strukturen werden überall geschwächt, bedroht und finanziell ausgetrocknet. Das zeigt nicht zuletzt die ausbleibende Finanzierung des Landesfrauenrats Sachsen als Folge einer Delegitimierungskampagne von rechts. Unsere Arbeit ist nicht selbstverständlich. Sie ist erkämpft – und sie muss immer wieder neu verteidigt werden. Dafür stehen wir als Vorstand mit allen alten wie neuen Mitgliedern!«

»Unsere Arbeit ist nicht selbstverständlich. Sie ist erkämpft – und sie muss immer wieder neu verteidigt werden.«

Geballte Expertise im Vorstandsteam

Die neu gewählten Vorstandsmitglieder können auf eine große Bandbreite an Expertise in allen Teilbereichen der Gleichstellungspolitik zählen: Das neue Mitglied Zara Canbay ergänzt die bereits vorhandenen Perspektiven im Vorstand durch eine soziologisch fundierte Sichtweise auf Feminismus. Güler Ulaş konzentriert sich vor allem auf das Thema Gewalt gegen Frauen. Beide vertreten zudem die Perspektive migrantischer Frauen im Landesfrauenrat.

Jülide Sünter hat sich den Schwerpunktthemen Parität und Equal Pay verschrieben. Angelika Ohse fokussiert sich auf die Frauenförderung in MINT-Berufen sowie geschlechtergerechte Pädagogik. Eva Burgdorf bringt eine queerfeministische Perspektive ein und schöpft aus ihrer langjährigen Erfahrung im Landesfrauenrat. Angela Fechner setzt ihr Engagement im Vorstand mit besonderem Fokus auf Armut von Frauen und LGBTQI+ fort.

Ein Abschied nach langjährigem Engagement

Neben der Freude über frischen Wind im Team und die Sicherung einer konstanten und produktiven Vorstandsarbeit stand auch ein Abschied an: Nach neun Jahren im Vorstand legt Annika Huisinga eine wohlverdiente Ehrenamtspause ein. Mit einer Rede und Einblicken in die vergangenen gemeinsamen Jahre verabschiedete das Vorstandsteam ihre langjährige Mitstreiterin. Die besonnene, kluge und doch stets kämpferische Art von Annika Huisinga wird dem Landesfrauenrat fehlen. Sie wird uns jedoch im Rahmen von Beteiligung an Aktionen und Mitarbeit in den Arbeitsgruppen erhalten bleiben. 

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